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Alles Wissenswerte rund um unseren Spielmannszug
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Die Gründung

Die Idee zur Gründung eines Spielmannszuges in Arnbruck lieferte der Einsatz des Stadtspielmannszuges Viechtach beim Volkstrauertag im November 1962 in Arnbruck und wurde am Faschingsdienstag des Jahres 1963 in die Tat umgesetzt. Die Initiatoren Hans Meier sowie der frühere erste Bürgermeister der Gemeinde Arnbruck, Alfons Schrötter, fuhren daraufhin umgehend nach München, um die ersten Instrumente zu beschaffen. Für beide beinhaltete diese Unternehmung ein erhebliches finanzielles Risiko, da sie die erste Ausstattung für den neuen Spielmannszug auf eigene kosten erwarben.

Dank unermüdlicher Ausbildungsarbeit von Hans Meier und Alois Köppl aus Arnbruck sowie vor allem Michl Irlbeck, Richard Jungbeck und Josef Veitenhansl aus Viechtach konnten in kürzester Zeit einige Flöten- und Fanfarenstücke einstudiert werden, so dass bereits beim traditionellen Maibaumaufstellen im Jahre 1963 in Arnbruck die musikalische Gestaltung vom damaligen Spielmannszug übernommen werden konnte.

Die Gründungsversammlung des Zellertal-Spielmannszuges Arnbruck fand dann am 31. Mai 1963 im Gasthaus Laumer in Arnbruck statt. Damals waren 46 Personen anwesend, die Hans Meier zum ersten Vorsitzenden und Alois Gröller zu seinem Stellvertreter wählten. Alois Gröller übte dabei zugleich das Amt des Tambourmajors aus. Vereinskassier und Schriftführer war damals Hans Keck.


Die Anfänge

Bereits ein Jahr nach der Gründung konnte schon von einer beachtlichen Anzahl von Auftritten berichtet werden. Der Mitgliederstand betrug zu diesem Zeitpunkt schon 41 aktive und 26 passive Mitglieder. Ausgerüstet war der damalige Spielmannszug mit acht Fanfaren, drei Landsknechttrommeln, neun Marschtrommeln, 19 Querflöten, einer Lyra und einem Marschbecken; die große Trommel war noch geliehen.

1973 wurde die Umstellung aller Instrumentengruppen einschließlich der Trommler auf das allgemeine, noch heute gültige, Notensystem vorgenommen. Hierfür waren allein acht Jahre notwendig.

Weiterhin wurde der Ausbau zum Spielmanns- und Musikzug vorangetrieben. Man war dabei aber besonders darauf bedacht, kein reines Blasorchester entstehen zu lassen, sondern den grundsätzlichen Charakter eines Spielmannszuges mit Flöten- und Fanfarengruppe zu erhalten.

Ab 1973 wurden dann auch Mädchen in die Reihen des Spielmannszuges aufgenommen, wobei die Flötengruppe des Vereins momentan ausschließlich aus Mädchen besteht und auch in den sonstigen Instrumentengruppen das Verhältnis gut gemischt ist.


Die Führungen

Gründungsvorsitzender des Zellertal-Spielmannszuges war Hans Meier, der 1967 den Vorsitz an Alois Danzer abgab. Dieser übte das Amt bis 1970 aus. Anschließend wurde Rudolf Baier zu seinem Nachfolger gewählt. Gerhard Egner war damals zweiter Vorsitzender; als Schriftführer und Kassier fungierte Hermann Klement.

Ein erneuter Führungswechsel stand in der Jahreshauptversammlung 1973 bevor. Gerhard Egner übernahm hier das Amt des ersten Vorsitzenden und bekleidete es 20 Jahre lang, bis 1993 Martin Hitzenbichler den Vorsitz übernahm und ihn noch bis heute inne hat. Brigitte Stadler wurde 1993 zur zweiten Vorsitzenden gewählt und gab ihr Amt bei der Jahreshauptversammlung 2000 an Silvia Fischer weiter. Schriftführer und Kassier war in dieser Zeit Hans Graßl, der das Amt des Kassiers 2003 an Christian Seidl abgab.


Die Uniform

Bei den ersten Auftritten nach der Gründung im Jahre 1963 trat der Zellertal-Spielmannszug in weißen bzw. grauen Hemden und schwarzen Hosen auf. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 12. August 1965 wurde beschlossen, eine bayerische Husarenuniform anzuschaffen, die noch heute – nach über 35 Jahren – als Markenzeichen des Vereins gilt. Der erste Auftritt in der neuen Uniform war beim ersten Wettstreit der Bayerwald-Spielmannsvereinigung am 15. August 1966 in Furth im Wald.

Im Jahre 1994 entschloss sich die Vorstandschaft, diesmal unter Führung von Martin Hitzenbichler, wieder neue Uniformen anzuschaffen, da eine Instandsetzung der vorhandenen Uniformen nach mittlerweile fast 30-jährigem Gebrauch nicht mehr rentabel war. Man wollte dabei das weithin bekannte und vertraute Bild vom Zellertal-Spielmannszug erhalten und entschloss sich trotz der hohen Kosten wieder für eine bayerische Husarenuniform.

Die Uniform selbst ist historisch in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts einzuordnen und besteht aus Uniformjacke und Hose mit Hemd und Federhut (Tschako). Die Anschaffungskosten für eine komplette Uniform betrugen rd. 1.000,00 DM, so dass eine Summe von rd. 42.000,00 DM aufgebracht werden musste, um alle Spielleute entsprechend ausstatten zu können. Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft der Ortsvereine in Arnbruck sowie der Geschäftswelt konnten diese hohe Summe aufgebracht werden.

Beim traditionellen Maibaumaufstellen in Arnbruck am 30. April 1995 war es dann soweit; der Zellertal-Spielmannszug trat zum ersten Mal in seinen neuen Uniformen auf. Diese wurden dann auch sogleich entsprechend eingeweiht (oder besser: getauft), da es während des gesamten Auftritts wie aus Eimern schüttete. Die Musiker ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und marschierten mit klingendem Spiel ins Gasthaus "Zum Ledererwirt" in Arnbruck, um ihrerseits bei einem gemütlichen Beisammensein den ersten Auftritt in den neuen Uniformen entsprechend zu feiern.